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Jagdberichte

Archiv der vergangen Jahre:
2025
Pfingstwochenende 23.05.-24.05.2026

Pfingsten ist bei uns nicht einfach ein Termin im Kalender. Es ist ein Wochenende, an dem man spürt, was Schleppjagdreiten im Kern bedeutet. Das Zusammenspiel von Reiter, Pferd und Meute, die Nähe zur Natur und die Verlässlichkeit der Hunde auf der Fährte. Und ebenso das Miteinander danach, das unsere Jagdfamilie trägt. Eine Passion, die verbindet.

In diesem Jahr konnte leider kein Pfingstturnier in Wiesbaden stattfinden und damit auch kein Schaubild geritten werden. Umso schöner war es, dass wir den Auftakt bewusst anders gesetzt und uns einen jagdlichen Ausritt einfallen lassen konnten.

Jagdlicher Ausritt ohne Meute am 23.05.2026

Wir trafen uns an unserem Kennel in Kleinmaischeid und starteten nach dem Sektempfang gemeinsam in den jagdlichen Ausritt. Insgesamt waren wir etwa 20 Reiterinnen und Reiter. Unterwegs gab es zwei kleine Pausen mit Erfrischungen und Stärkung. Es war Zeit für Gespräche und ein ruhiges Kennenlernen.

Besonders schön war, dass wir neue Reiterinnen und Reiter kennenlernen durften und ihnen unsere Passion, das Jagdreiten, näherbringen konnten. Genau solche Begegnungen machen den Unterschied. Man reitet miteinander, stimmt sich ab und merkt, wie schnell eine gemeinsame Leidenschaft verbindet.

Während des Rittes standen die Jagdhornbläser der Rheinlandmeute immer wieder im Wald und begleiteten uns mit ihren Signalen. Das hat den jagdlichen Charakter noch einmal besonders spürbar gemacht.

Am Abend wurde es gesellig. Beim Grillen saßen wir zusammen, ließen den Tag in Ruhe ausklingen und genossen diese unkomplizierte, herzliche Runde.

Traditionelle Pfingstschleppjagd am 24.05.2026

Am Naturresort Tannenhof begann die traditionelle Pfingstschleppjagd unter der Jagdherrschaft von Daniela Wahl, vor der Kulisse der Birkenhütte. Rund 40 Reiterinnen und Reiter bildeten unser Feld. Etwa 120 Zuschauer begleiteten das Geschehen und wurden traditionell mit Planwagen zu den schönsten Punkten entlang der Strecke gebracht. Das Sommerwetter zeigte sich von seiner besten Seite. Beim Stelldichein lag Vorfreude in der Luft, verbunden mit der Konzentration, die ein Jagdtag verlangt.

Dann ging es zur Jagd. Die Hunde liefen spurtreu, die Arbeit im Pack war ruhig und verlässlich. Die Jagdhornbläser der Rheinlandmeute waren auch am Sonntag während der Schleppen immer wieder im Wald zu hören und gaben dem Jagdtag seinen würdigen Rahmen. Im Feld herrschte eine gute Mischung aus Aufmerksamkeit und Freude am Reiten. Sieben Schleppen konnten wir ohne Zwischenfälle reiten. Alle kamen sicher am Halali Sprung an.

Beim Halali bekamen die Hunde ihr verdientes Curée. Danach wurden die Pferde und Hunde verladen und die letzte Anspannung fiel ab. Was bleibt, ist dieses stille Einverständnis, das man nach einem gelungenen Jagdtag teilt.

Beim rustikalen Abendbuffet wurde erzählt, gelacht und der Jagdtag noch einmal Revue passieren gelassen. Später bei der After Hunt Party blieb man beisammen, plauderte und tanzte bis in die Nacht.

Ein Gast, der den Sonntag miterlebt hat, brachte es sehr treffend auf den Punkt: Sichtbar wurde nicht nur eine traditionsreiche Veranstaltung, sondern echte sportliche Leistung. Das Vertrauen zwischen Reiter und Pferd, die konzentrierte Arbeit der Hunde auf der Fährte und die Verbundenheit mit der Natur standen dabei im Mittelpunkt. Ebenso wurde der ehrenamtliche Einsatz hervorgehoben, ohne den all das nicht möglich wäre. – Claudia Altwasser, Vizepräsidentin Landessportbund Rheinland e.V.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die dieses Pfingstwochenende möglich gemacht haben. Den Helferinnen und Helfern im Hintergrund, den Gastgebern am Tannenhof, den Jagdhornbläsern für die jagdliche Begleitung an beiden Tagen und vor allem den Hunden und Pferden, auf die wir uns verlassen durften.

Ein großer Dank gilt auch Timo Haas, der den Tag wie immer wunderbar fotografisch begleitet hat.

So bleibt Pfingsten 2026 als ein Wochenende in Erinnerung, das sportlich war und zugleich getragen von Gemeinschaft und gelebter Tradition.

Präsentation des Schleppjagdreitens bei den Bundesberufsreitertagen 2026  |  15.03.2026

Beim Bundesberufsreitertag 2026 in Aachen hatten wir als Rheinlandmeute die große Ehre, stellvertretend für alle Meuten in Deutschland das Schleppjagdreiten zu präsentieren. Das war für uns weit mehr als ein Auftritt. Es war die Gelegenheit zu zeigen, wofür unser Sport steht und was ihn im Kern ausmacht: das vertrauensvolle Zusammenspiel von Reiter, Pferd und Hunden, die Freude an der gemeinsamen Arbeit und die tiefe Verbundenheit mit einer gewachsenen Tradition. Die Präsentation fand im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung von Deutschem Reiter- und Fahrerverband und Bundesverband der Berufsreiter auf dem Gelände des CHIO Aachen statt. 

 

Schleppjagdreiten bedeutet für uns nicht nur Tempo, schöne Bilder oder einen besonderen Rahmen. Es verlangt Übersicht, Disziplin und eine gute Ausbildung von Pferd und Reiter. Vor allem aber lebt es von der Arbeit mit der Meute. Genau das wollten wir in Aachen zeigen: dass hinter unserem Sport nicht nur Begeisterung steckt, sondern tägliche Arbeit, feine Abstimmung und großes Vertrauen. Dass die Faszination für die Hunde und das Zusammenspiel von Reiter, Pferd und Hunden dort so positiv wahrgenommen wurde, hat uns besonders gefreut. 

Im Mittelpunkt unserer Vorstellung stand deshalb ganz bewusst unsere Meute. Florian und Barbara Siegel führten die Hunde mit großer Ruhe und Selbstverständlichkeit und machten mit vielen kleinen Sequenzen sichtbar, wie sauber die Hunde im Appell stehen und wie eingespielt die Arbeit im Pack ist. Unsere Bläser gaben der Präsentation den passenden Rahmen und brachten mit ihren Signalen genau die Stimmung mit, die zu unserem Sport gehört. So konnten wir in Aachen nicht nur etwas zeigen, sondern auch vermitteln, was Schleppjagdreiten für uns wirklich bedeutet: Haltung, Verlässlichkeit, Gemeinschaft und echte Passion. 

 

Für uns bleibt dieser Auftritt ein ganz besonderes Erlebnis. Wir waren sehr zufrieden mit unseren Hunden und stolz, unsere gemeinsame Leidenschaft so vertreten zu dürfen. Dass wir dabei stellvertretend für alle Meuten sprechen und auftreten konnten, war uns Ehre und Verpflichtung zugleich. Unser herzlicher Dank gilt allen Helfern, Mitgliedern und Unterstützern, die diesen Auftritt möglich gemacht haben. Ohne diesen Rückhalt und ohne den Zusammenhalt, der unsere Rheinlandmeute trägt, wäre ein solcher Moment nicht denkbar gewesen.

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